Veronika Kracher

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Veronika Kracher
Name: Kracher, Veronika
Geburtsdatum: 29. März 1990
Beruf: journalist
Ethnie: Deutsch

Durch die Aufnahme dieser Persönlichkeit des öffentlichen Lebens in dieses Wiki implizieren wir nicht notwendiger­weise, dass sie Incel (unfreiwillig zölibatär) ist oder in irgendeiner Weise mit Incel in Verbindung gebracht werden kann. Darüber­hinaus - in Bezug zu allen tat­sächlichen Incels, die in diesem Wiki aufgelistet sind - handelt es sich bei Inceltum um einen Lebens­umstand und nicht um eine Beleidigung oder eine Bewegung/­Gemeinschaft.

Veronika Kracher (29. März 1990) ist eine deutsche Marxistin, selbsternannte Incelologin und Journalistin. Sie hat das Buch Incels: Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults geschrieben und wird vom deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen als Deutschlands Incel-„Expertin“ porträtiert.[1] Sie schreibt und spricht vor allem negativ über Incels und sieht die meisten von ihnen als Frauenfeinde und/oder Alt-Rights. Sie beschreibt ihre politischen Ansichten als feministisch, kommunistisch und antideutsch.[2] Sie ist auch ein glühende SJW.

Privates[Bearbeiten]

Sie wurde in München geboren[3], besuchte eine Mädchenschule[4] und hat einen Bruder.[2] Sie ist klinisch depressiv, seit sie 13 Jahre alt wurde, wegen eines andauernden Weltschmerzes in Bezug auf das „Patriarchat“.[2] Deswegen verletzte sie sich als Teenager selbst, war suizidgefährdet, wurde Punk, wurde in der Schule gemobbt und las über Kritische Theorie und wurde schließlich eine Feministische Kommunistin. Sie bezeichnet sich selbst immer noch als „depressives Wrack“.[2] Sie behauptet auch, dass sie aufgrund ihrer Depressionen viel Verständnis für die Gefühle der Incels hat und die Beschäftigung mit den Gedanken der Incels sie deshalb psychisch besonders belastet.[2] Sie studierte Soziologie in Mainz und lebt in Frankfurt.

Sie ist in einer Partnerschaft.[5] Ihr Antifa-Partner teilt ihre politischen Ansichten und bezeichnet Incels als „rechte“ Bewegung.

Politisches[Bearbeiten]

Im Januar 2019 begrüßte sie offen einen gewalttätigen Angriff auf den rechten Politiker Frank Magnitz (AfD), der von den Angreifern so schwer verprügelt wurde, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste[6], auf Twitter bezeichnete sie dies als „konsequente Durchführung von #NazisRaus“[6] (obwohl Magnitz’ Frau türkischer Herkunft ist).[7] Aufgrund dessen erhielt Veronika Kracher viele gegnerische Nachrichten und sah sich als Opfer.[8]

Trotz ihres politisch radikalen Hintergrunds tritt sie häufig als Gast in der deutschen Meinungswirtschaft auf, wenn es um Incels geht. Sie sagt selbst, dass sie das verwundert, weil ihr Buch ein kommunistisches Papier sei und sie sogar enttäuscht wäre, wenn die Leute das nicht merken würden.[9]

Sie bezeichnet in der Regel Incels als Rechtsradikale. Auch Ethnicels werden von ihr als solche betrachtet, weil sie die Weiße Vorherrschaft und den „krassen Rassismus“ durch die Übernahme der JBW-Theorie „verinnerlicht“ haben.[10][11] In ihrem Buch widmet sie dem prominentesten selbst­identifizierten Incel und JBW-Befürworter Deutschlands zwei Seiten: Hamudi.[12]

Ihrer Ansicht nach wird das Weltgeschehen durch die Unterdrückung des Weiblichen durch das Männliche bestimmt, was sie in Anlehnung an die Feministin Raewyn Connell als „Hegemoniale Männlichkeit“ bezeichnet.[13] Nach dieser Denkweise spielen Männer eine ähnliche Rolle wie die Kapitalisten im Marxismus, während Frauen das Proletariat sind, weshalb die Männlichkeit selbst abgeschafft werden sollte. Männer, die nicht in die Normen der „Hegemonialen Männlichkeit“ passen, werden als ausgegrenzt betrachtet, wenn sie sich mit dem Feminismus verbünden.[13] Incels werden jedoch nicht als Ausgegrenzte, sondern als Komplizen des „Patriarchats“ anerkannt, weil sie sich nicht mit dem Feminismus verbünden.[13] Incels spielen also innerhalb dieser Denkweise eine Rolle, die mit der des Lumpen­proletariats im Marxismus vergleichbar ist. Sie kritisiert Incels häufig dafür, dass sie keine Feministinnen werden. Incels schafften es sogar, sie diesbezüglich anzuschwärzen, indem sie ihr zeigten, dass auch Männer, die wegen mangelnder Männlichkeit gemobbt werden, nicht zu Feministen werden.[9] Sie nennt diesen Umstand einen „double down“, „zermürbende Erfahrung“ und „bittere Erkenntnis“.

Sie glaubt, dass Inceltum verhindert werden kann, wenn Jungen eine feministische Erziehung erhalten, z.B. dass ihnen beigebracht wird, Emotionen auszudrücken und nicht hart zu sein.[14] Sie glaubt, dass dies funktionieren würde, weil sie Geschlechterrollen als sozial konstruiert ansieht und Evolutions­psychologie/-biologie ablehnt. Die Bevorzugung von Alphamännern bei vielen Frauen ist ihrer Meinung nach nicht biologisch, sondern erziehungs­bedingt, da viele Frauen „patriarchale Vorstellungen verinnerlicht“ hätten[15], daher wendet sie sich explizit gegen die Scientific Blackpill[15] und sieht feministische Theorien als der Naturwissenschaft überlegen an. Sie vergleicht die Evolutions­psychologie/-biologie sogar mit dem Nationalsozialismus, da dieser auch mit der Biologie argumentiere.[16] Sie wendet sich auch gegen Jordan Peterson, den sie als „eine Art Popstar unter diesen reaktionären Wissenschaftlern“ bezeichnet.[16] Allerdings ist sie nicht so konsequent, was ihre eigenen Ansichten angeht, wenn es um die Emotionen von Elliot Rodger in seinem Manifest geht, und bezeichnet ihn als „weinerliche, narzisstische, verzogene Rotzgöre“.[17]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten]

  • Incels. Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults, Ventil-Verlag, Februar 2020, ISBN 3-95575-130-9[18]

Artikel[Bearbeiten]

Videobeitrag[Bearbeiten]

Interviews[Bearbeiten]

Fußnoten

  1. ZDFheute Nachrichten: Frauenhass und Terror: Was die „Incel“-Szene so gefährlich macht, YouTube am 7. Dezember 2020
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Paulina Stulin: Podcast: Pingpong mit Pauli #22 – Veronika, YouTube am 14. Mai 2020
  3. Veronika Kracher on ventil-verlag.de
  4. Veronika Kracher: Incels. Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults, Ventil-Verlag, 2020, ISBN 3-95575-130-9, S. 190
  5. Kracher, S. 275
  6. 6,0 6,1 Peter Nowak: Gewalt gegen rechts und Twitterradikalität, Telepolis am 12. Januar 2019
  7. Er war früher bei linker Partei: Das weiß man über den attackierten AfD-Mann, Focus am 10. Januar 2019
  8. Facebook-Eintrag vom 11. Januar 2019 durch Veronika Kracher
  9. 9,0 9,1 Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz: INCELS: Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults. Buchpremiere mit Veronika Kracher., YouTube am 12. November 2020
  10. hasi: Veronika Kracher über Incels – Zur Sprache und Ideologie eines Online-Kults, YouTube am 27. September 2020
  11. Bildungsstätte Anne Frank: TuesdayTalk #19: „Incels“ mit Veronika Kracher, YouTube am 1. Dezember 2020
  12. Kracher, S. 202-203
  13. 13,0 13,1 13,2 Lukas Ondreka: #78 „Incels sehen sich als Untermenschen, ihren Hass richten sie gegen Frauen“ – Dissens, YouTube am 24. Juni 2020
  14. Kritik und Subversion Hannover: Interview über Incels und toxische Männlichkeit – mit Veronika Kracher und Kritik & Subversion, YouTube am 2. September 2020
  15. 15,0 15,1 Kracher, S. 47-48
  16. 16,0 16,1 Kracher, S. 168-169
  17. Kracher, S. 65
  18. Ventil-Verlag: Veronika Kracher
  19. Arne Hoffmann: Veronika Kracher: Online-Mobbing für die Amadeu-Antonio-Stiftung, Genderama am 29. März 2021
  20. Anreißer: Burschenschafter hassen alles Weibliche und haben zugleich panische Angst davor. Sie fürchten nicht nur Weiber, sondern auch die weiblichen Anteile in ihnen selbst.
  21. Anreißer: Sie begrabschen Kolleginnen, belästigen Missbrauchs­opfer und vergewaltigen Prostituierte: In jüngster Zeit sind vermehrt Sexualdelikte durch Polizisten bekannt geworden. Die Polizei ist eben noch immer ein Männerbund.
  22. Anreißer: Julian Assange war einst Liebling der Linken, inzwischen ist er eine globale Gallionsfigur der radikalen Rechten.
  23. YouTube-Beschreibung: In dem Vortrag werden Misogynie und sexuelle Gewalt (auch gegen Kinder), als auch Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Transphobie behandelt.
  24. Veronika Kracher über Incels, die - in ihren Worten – „Ideologie der wohl toxischsten aller männer­bündischen Gruppen.“ Der Männerhass trieft aus jeder Betonung. Sie will belegen, anhand der Thesen Rolf Pohls, dass Incels keine „Schwarzen Schafe und Einzel­täter sind, sondern nur die Spitze des Eisberges einer Gesellschaft, in die Abwertung, Erniedrigung und Vernichtung des weiblichen Geschlechts an der Tagesordnung ist“. (4:45 Min.) „Vernichtung des weiblichen Geschlechts“ und „an der Tagesordnung“, eine Nummer kleiner hat diese Feministin nicht. Sie spricht über Männer, für die „Frauenhass das identitäts­stiftende Merkmal ist“. (5:42 Min.) Wie dieser Vortrag sehr deutlich zeigt, hat Veronika Kracher nicht einmal am Rande damit beschäftigt, dass Männerhass IHR identitäts­stiftendes Merkmal sein KÖNNTE. Dies trifft, man beachte das Gelächter des Publikums (5:35, 21:22, 26:30 Min.), dass sich belustigt, fröhlich in ihren Feindbilder bestätigt fühlen.
  25. Kommentar auf Veronika Krachers Vortrag: Youtube-link-icon.webp INCELs: Spiegel des feministischen Kulturkampfes – MaMMoNMaGaZiN (30. November 2019) (Länge: 56:48 Min.)
  26. Man beachte das Wohlwollen der Interviewerin angesichts des massiv vorgetragenden Männerhasses. Man beachte auch das Poster an der Wand: Es wird eine entschlossen wirkende Frau mit einer Doppelaxt in der Hand gezeigt mit der Unterzeile „Frauen, bewaffnet euch“. Sie schwätzen aber durchweg von „männlicher Gewalt“ und „gekränkter Männlichkeit“ ...
  27. Aus dem Inhalt: Bei Incels handelt es sich in erster Linie um weiße, hetero­sexuelle junge Männer. Sie sind obsessiv mit dem Gedanken beschäftigt, keinen Sex zu haben, der ihnen jedoch vermeintlich zusteht, weil sie nun einmal Männer sind. In ihrer misogynen Wahnvorstellung begehren ausnahmslos ALLE Frauen ausschließlich muskulöse, 1 Meter 90 große Sportler­typen, die von Incels als „Chad Thundercock“ bezeichnet werden. Diese Frauen, allen voran attraktive „Stacys“, verbringen ihre Jugend und ihr junges Erwachsenen­leben damit, „das Schwanz­karussell zu reiten“ (eine 28-jährige hatte durch­schnittlich, laut einem Incel-Forum, Sex mit 150 Männern) und wenn sie „verbraucht“ sind setzen sie sich mit einem „Beta Cuck“, also einem Durch­schnitts­mann, der sie versorgen soll, zur Ruhe. Es gibt natürlich auch rassistisch inszenierte schwarze Chads namens „Tyrone“, die mit allen erdenklichen Zuschreibungen triebhafter schwarzer Sexualität dargestellt werden.
    Die treibende Kraft hinter der Incel-Ideologie ist ihr glühender Frauenhass. Sie fühlen sich durch weibliche Sexualität bedroht. [...]

Externe Weblinks[Bearbeiten]